European Kalmia Society - Schädlinge und Krankheiten

European Kalmia Society

Schädlinge und Krankheiten

 
Aktuelles
Einführung
Kalmia Arten
Kalmia Sorten
Sorten registrieren
Pflanzen und Pflegen
Vermehrung
Schädlinge und Krankheiten
Gestaltung
Literatur
Baumschulen
Parks und Gärten
Termine
Links
Impressum

Blattflecken an einer Kalmia latifolia-Hybride
Bild: Dr. Karl-Heinz Hübbers

Die folgenden Angaben beziehen sich in erster Linie auf die Berglorbeer (Lorbeerrose) und seine Kultivare (Kalmia latifolia).
Die Lorbeerrose gehört zu den vitalsten Pflanzen in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Durch seine besonders gute Winterhärte und geringeren Ansprüche an den Standort als Rhododendron, sind Kalmien als relativ unproblematische Garten- und Parkgehölze bekannt.
Schädlinge
Schäden durch Insekten werden nur in sehr seltenen Fällen beobachtet, meist verursacht durch Tiere aus benachbarten Rhododendronkulturen. Dazu gehören der z.B. gefurchte Dickmaulrüssler und ganz vereinzelt auch einmal Raupen an Neuaustrieben.
Wild meidet zumeist die giftigen Blätter. Auch Schnecken zeigen keinerlei Interesse an dem harten Laub.
Pilzliche Erkrankungen
Hierzu gehören die Trieb- und Wurzelwelke, die bei sehr ungünstigen Bedingungen (Staunässe) Schäden hervorrufen können. Wesentlich häufiger ist die Blattfleckenkrankheit zu beobachten, eine pilzliche Erkrankung, die allerdings in erster Linie ein ästhetisches Problem ist. Die Pflanze wird hiervon nicht eingehen. Es ist jedoch ein Hinweis, dass der Standort nicht optimal ist oder dass in Hinblick auf Feuchtigkeit und Luftzirkulation Verbesserungen notwendig sind. Bei der Züchtung und Selektion von neuen Sorten sollte deshalb großer Wert auf die Resistenz gegen Blattfleckenkrankheit gelegt werden.
Abiotische Schädigungen
Kalmien vertragen nur wenig Dünger bzw. kommen sogar ganz ohne aus. Bei trockenem Boden ist jegliche Düngung zu unterlassen. Salzschäden durch falsche Düngung lassen sich an Blattrandnekrosen erkennen.
Chlorosen können bei einseitiger Nährstoffzufuhr entstehen. Dabei kann die gesamte Pflanze oder Teile davon betroffen sein. Für wirkungsvolle Abhilfe sollte zunächst der Boden entsprechend analysiert werden. Erscheint der Neuaustrieb insgesamt chlorotisch, ist dieses meistens ein Hinweis dafür, dass der Boden nicht sauer genug ist. Dann sollte der pH-Wert bestimmt werden. Optimal liegt er für Kalmien unter 5,6.
Auch nach dem Verpflanzen können Kalmien für bis zu zwei Jahre Chlorosen aufweisen.
Je sonniger der Standort ist, desto heller ist die Laubfarbe. Von einer Schädigung kann hier aber nicht gesprochen werden. Weiterhin ist der zweite Austrieb eines Jahres deutlich heller als der erste Austrieb.
Frostschäden an den Blättern sind sehr selten; sie kommen im Wesentlichen nur an sehr ungünstigen Standorten vor, wenn z.B. kalte austrockende Winde auf Pflanzen treffen, die direkt der Wintersonne ausgesetzt sind. Man erkennt sie an großflächigen braunen Verfärbungen.